Der konzertante RaumklangKörper

Der konzertante RaumklangKörper repräsentiert eine spezielle Art der RaumklangInstallation. Die wichtigsten Kriterien dieser ausschließlich auf den Klang konzentrierten Raumklang-Installationsart sind:Der konzertante RaumklangKörper repräsentiert eine spezielle Art der RaumklangInstallation. Die wichtigsten Kriterien dieser ausschließlich auf den Klang konzentrierten Raumklang-Installationsart sind:

  • Bestuhlung des Aufführungsraums oder Konzertsaals (sitzendes Auditorium), woraus die eindeutige Festlegung der vier Richtungen (vorne/hinten – links/rechts) resultiert
  • Fixierung von Anfang und Ende, und somit der Gesamtspieldauer, der RaumklangKomposition mit eventuell dramaturgisch linear gerichteter Verlaufsform der jeweiligen RaumklangKomposition
  • Hinzunahme von Instrumentalisten als gleichberechtigter Bestandteil des ansonsten nur aus Lautsprechern bestehenden RaumklangKörpers
  • Der aus Lautsprechern und Instrumentalisten gemeinsam und hierarchiefrei gebildete konzertante Lautsprecher-Instrumental-Körper umfaßt meist kreis- oder hufeisenförmig den gesamten Zuschauer
  • Der konzertante RaumklangKörper kann einmalig innerhalb eines Konzerts aufgeführt werden, oder es können mehrmalige, aufeinander folgende Aufführungen mit jeweiligem Einlaß zu Beginn der RaumklangKomposition stattfinden
Abbildung 11
Abbildung 11

Als Beispiel sei hier die im Frühjahr 2002 entstandene RaumklangKomposition „TopoSonic Lines n´Rooms with Instruments“ für einen 12-gliedrigen konzertant erfahrbaren RaumklangKörper mit 8 Lautsprechern und 4 Instrumentalisten (Perc., Fl., Clar., Ob.) genannt. Als Auftragswerk des AUDI-Kulturfonds wurde die Arbeit speziell auf die Architektur des „museum mobile“ in Ingolstadt abgestimmt. Dem kreisrunden Aufführungsraum entsprechend wurden die Lautsprecher und die Instrumentalisten, wie auf der abgebildeten Skizze (Abb.10) zu ersehen ist, um das sitzende Auditorium herum gruppiert. Der Instrumentalpart der RaumklangKomposition berücksichtigt durch eine entsprechende Instrumentation, gleichermaßen wie das digitale 8-Kanal-Tonband, Aspekte der Raumklangbewegung, wodurch ein gemeinsam „agierender“ 12-gliedriger RaumklangKörper entsteht.